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Feierliche Schlüsselübergabe an die Kita „Trebelforscher“ Tribsees

Am 06. Februar 2020 erfolgte die feierliche Übergabe der Kita „Trebelforscher“ Tribsees nach der umfassenden Sanierung an den Träger, den ASB Warnow-Trebeltal.

Zu diesem besonderen Tag konnten wir den Wirtschaftsminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Harry Glawe, begrüßen.

Nach einer kurzen Begrüßung der Beteiligten, wie Vertretern der Stadt Tribsees, des ASB Warnow-Trebeltal, des Amtes Recknitz-Trebeltal, den verschiedenen Baufirmen, dem Planungsbüro und dem Sanierungsträger (die der Einladung des Bürgermeister der Stadt Tribsees) gefolgt waren, folgte ein Programm von Kindergartenkindern, die u.a. mit dem allseits bekannten Kinderlied „Wer will fleißige Handwerker sehen“ zeigten, dass Maurer, Maler, Glaser etc. sehr gute Arbeit geleistet haben.

Im Anschluss folgten Worte des Dankes durch den Bürgermeister der Stadt Tribsees, der Leitung der Kindertagesstätte, Frau Werner und des ASB durch Frau Lunschien. Auch der Wirtschaftsminister ließ es sich nicht nehmen ebenfalls einige Worte zu sagen und durch die Mitarbeiterin des Amtes Recknitz-Trebeltal, Frau Masur, erfolgte ein kurzer Abriss zum Ablauf der gesamten Sanierung.

Bereits seit vielen Jahren hat sich die Stadtvertretung Gedanken über eine Sanierung des Gebäudes der Kita „Vier Jahreszeiten“, jetzt „Trebelforscher“ gemacht.

Dass sich dann diese Sanierung als Mammutprojekt entpuppen würde, damit hatte damals sicher keiner gerechnet. Tatsächlich waren es, alles in allem über 5 Jahre für Planung und Ausführung.

Angesprochen vom Träger, dem ASB, dass die Kapazitäten in der Kita nicht ausreichen würden, kam es zu ersten Überlegungen, welche Veränderungen möglich seien. Hinzu kam die Vorstellung, dass eine energetische Sanierung in aller Interesse sei. Schon viele Kinder wurden sehr gut in unserer Kita betreut, doch Strukturveränderungen, der Anstieg der Kinderzahlen, aber auch das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zeigte die Notwendigkeit einer umfassenden Sanierung und baulichen Veränderung.

Zunächst standen die finanziellen Fragen im Vordergrund, unter anderem welche Förderung aus welchen Topf möglich sei, denn schon da stand fest, dass eine Sanierung aus dem Haushalt der Stadt Tribsees allein nicht möglich ist.  

Neben der Planung für die Sanierung an sich, mussten wir überlegen, wo die Kinder während der Bauphase betreut werden können. Wir entschieden, für die Krippe Container anzumieten, die Kindergartenkinder in der ehemaligen Mädchenschule unterzubringen und den Hort in die Grundschule umziehen zu lassen, mit der Doppelnutzung von Klassenräumen. Auch hier waren erhebliche Vorarbeiten notwendig, um akzeptable Bedingungen zu schaffen. Dies alles unter der Devise für unsere Kinder der Stadt Tribsees „Wir schaffen das“.

Schnell stand fest, dass es mit einer einfachen Sanierung des bestehenden Gebäude nicht getan sein würde. Insbesondere die Heizung, die leider zunächst vom ersten Planer nicht mit berücksichtigt wurde, als auch eine neue Dachkonstruktion erwiesen sich als Herausforderung während der Bauphase. Das komplette Innenleben der Kita musste von Grund auf erneuert werden. Ersetzt wurden neben sämtlichen Wasserleitungen auch die Heizung und die komplette Elektroinstallation. Nach der Entkernung blieben nur die rohen Betonplatten dieses Baus stehen.

Das alles ist schon vergessen, wenn man heute die sanierte Kindertagesstätte sieht, die nun offiziell übergeben werden konnte. Das Haus und die Räume erstrahlen in neuem aber auch altem Glanz, denn obwohl alles bis auf die Betonplatten entkernt wurde, blieb doch der ursprüngliche Grundriss erhalten und bietet wunderbare Möglichkeiten der Betreuung von Krippen-, Kindergarten- und Hortkindern. Schon seit Ende 2018 konnten die Krippenkinder wieder aus ihrem Ausweichdomizil zurück in die Kita ziehen. Dies verlangte allen Bauausführenden in den folgenden Monaten viel ab, sei es bei den Bauarbeiten, die zur Mittagszeit ruhen mussten oder bei den vielen sicherheitsrelevanten Problemen. Dennoch wurde sehr gute Arbeit geleistet, so dass nun auch in die restlichen Räume des Hauses wieder Leben und Kinderlachen einziehen kann.

 

Die kalkulierten Kosten der gesamten Maßnahme beliefen sich auf ca. 2,2 Mio. €, in der Bauphase erhöhten sich jedoch die Kosten deutlich, was jedoch auch zeigt, dass sehr viel in unsere Kita investiert und damit ein wichtiger Bestandteil der Infrastruktur unserer Stadt ausgebaut und modernisiert wurde.

Wir können nun feststellen, dass eine attraktive und zukunftsorientierte Kindertagesstätte entstanden ist, woran eine Vielzahl von Menschen unterschiedlichster Professionen sehr großen Anteil hat. Wir sehen großzügige, helle, moderne und sichere Räume mit Fußbodenheizung und LED-Beleuchtung, eine gut ausgestattete Ausgabeküche, barrierefrei gestaltete Zugänge und einen sehr schönen Mehrzweckraum, der komplett neu entstanden ist. Die Arbeitsbedingungen für das pädagogische Personal haben sich u.a. mit einem großen Aufenthaltsraum verbessert, nicht zu vergessen der notwendige Fahrstuhl, um dem pädagogischen Konzept einer integrativen Kindertagesstätte gerecht zu werden. Auch die Außendarstellung ist gelungen, sowohl hinsichtlich der Fassade als auch der schön gestalteten Außenanlagen.

Gern möchte ich mich im Namen der Stadt Tribsees und der Kinder, die in dieser Kita betreut werden bei allen an der Entwicklung und Durchführung des Projekts Beteiligten bedanken. Der Dank gilt im Speziellen den Fördermittelgebern aus dem Wirtschaftsministerium, Minister Glawe, dem Innenministerium, Minister Caffier, und dem Energieministerium, Minister Pegel, den Mitarbeitern des Amtes Recknitz-Trebeltal unter der Leitung von Frau Haß, die unermüdlich für das Projekt gekämpft haben, der BiG-Städtbau, Herrn Schwarzlose, die das Bauvorhaben für uns geprüft und abrechnet hat sowie dem Planungsbüro Zöllner-Fröbel für die Umsetzung des Projektes sowie den Mitarbeitern des Landkreises Vorpommern-Rügen für die Beratung und die Genehmigungen, die zur Erlangung der Betriebserlaubnis notwendig waren.

Die feierliche Übergabe wurde dankenswerterweise vom Team um Herrn Lorbeer begleitet und unsere Handwerker aus der Stadt, Schlosserei Teetz und Tischlerei Lange unterstützten uns bei der schönen Tradition, tatsächlich auch einen richtigen „Schlüssel“ übergeben zu können.

Ich bin sicher, dass unsere neue Kita nun für alle ein noch besserer Ort des Spielens und gemeinsamen Lernens ist, dass alle jeden Tag dort gern verleben und am Abend sagen können: Das war ein schöner Tag!

Ihr Bürgermeister

 

Bernhard Zieris 

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